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Nachhaltige Beschaffungskette

Verpflichtung von Lieferanten zu sozialer und ökologischer Verantwortung

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  1. » Standards für Lieferanten
  2. » Große Hilfe für kleine Unternehmen
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Die Beschaffungskette von HP ist eine der größten und komplexesten in der IT-Branche. Jedes Jahr bezieht HP bei Lieferanten auf der ganzen Welt Materialien und Dienstleistungen im Wert von rund 50 Mrd. Dollar.

Durch den Umfang der Beschaffungskette stellt HP nicht nur die Herstellung von hochentwickelten Produkten zu wettbewerbsfähigen Preisen sicher, sondern auch die branchenweite Förderung von sozialer Verantwortung und Umweltbewusstsein.

Werk

HP ist das erste große Technologieunternehmen, das eine Liste seiner größten Lieferanten veröffentlicht hat – auf diese Lieferanten entfallen mehr als 95 Prozent der weltweiten Beschaffung von HP. Die Lieferanten müssen, ganz gleich wo auf der Welt sie operieren, den Verhaltenskodex der Elektronikindustrie, Electronic Industry Code of Conduct (EICC), befolgen und die strengen Erwartungen von HP hinsichtlich sozialer Verantwortung und Umweltschutz (SER, Social and Environmental Responsibility) erfüllen. HP hat darüber hinaus ein Pilotprogramm angekündigt, um bei seinen Lieferanten Arbeitskräfte zu schulen und die Gesundheit von Frauen zu fördern.

Standards für Lieferanten

Lieferkette

Regelmäßige Audits sind ein entscheidender Bestandteil bei der Verpflichtung von Lieferanten zu sozialer und ökologischer Verantwortung. Über 90 Prozent der Produkte von HP werden von anderen Unternehmen hergestellt. Seit 2004 führt HP Audits an Standorten mit mehr als 400.000 Mitarbeitern durch. Das Unternehmen bietet seinen Lieferanten Schulungen und entsprechende Unterstützung an, damit sie dieselben strengen Sozial- und Umweltstandards einhalten können, die bei HP gelten. Die Lieferanten wiederum weisen im Gegenzug fortschrittliche Entwicklungen und nachhaltige Verbesserungen nach.
Besonders zu berücksichtigen sind die Second-Tier-Lieferanten. Bei vielen von diesen handelt es sich um kleine und mittlere Unternehmen (mit höchstens 250 Mitarbeitern), denen das Know-how und die Ressourcen zur Einhaltung der HP Standards fehlen. Anders als bei den Direktlieferanten – den so genannten First-Tier-Lieferanten – besteht zwischen diesen Lieferanten und HP kein Vertragsverhältnis, sondern sie liefern Waren und Dienstleistungen an HP Vertragshersteller. Die Second-Tier-Lieferanten sind somit wesentlich schwerer zu überwachen.

Das speziell auf kleine und mittelständische Lieferanten zugeschnittene Projekt mit dem Namen CESR (Central European Supplier Responsibility, Verantwortung mitteleuropäischer Lieferanten) verfolgt das Ziel, die Sozial- und Umweltstandards auf die gesamte Lieferkette auszuweiten. Im Rahmen dieses Projekts lernen die Direktlieferanten von HP, wie sie ihre eigenen Lieferanten, also die Second-Tier-Lieferanten von HP, prüfen können. Alle Beteiligten (First- ebenso wie Second-Tier-Lieferanten) nehmen an Schulungsworkshops in ihrer Landessprache teil. Letztlich bekommen kleinere Unternehmen durch CESR dieselben Werkzeuge für den Erfolg an die Hand, über die auch die Direktlieferanten verfügen.

„Wir möchten andere multinationale Unternehmen ermutigen, sich unsere Erfahrungen zu Nutze zu machen und in ihrer eigenen Beschaffungskette die Strategien anzuwenden, die sich bei uns als wirkungsvolle Methoden zum Erreichen von Verbesserungen erwiesen haben“, so Karl Daumüller, Programm-Manager für die globale Beschaffung bei HP. „Stellen Sie sich vor, welche Wirkung wir zusammen erzielen könnten, wenn andere Unternehmen in unserer Branche sowie andere Fortune-100-Unternehmen beginnen würden, diese Ergebnisse in die Tat umzusetzen. Insgesamt würden sich dadurch die Sozial- und Umweltstandards drastisch verbessern.“

Große Hilfe für kleine Unternehmen

Fließband

HP hat Leitlinien entwickelt, um multinationale Unternehmen bei der Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards in ihren globalen Beschaffungsketten – bis hin zu den kleinsten Lieferanten – zu unterstützen. Diese Richtlinien wurden von der Danish Commerce and Companies Agency (DCCA, dänische Agentur für Handel und Unternehmen) in dem Bericht Small Suppliers in Global Supply Chains (Kleine Lieferanten in globalen Beschaffungsketten) veröffentlicht. Grundlage hierfür bildet eine ausführliche Studie von 15 HP Lieferanten in der Tschechischen Republik, Ungarn und Polen.




Gemeinsam mit Branchenexperten hat HP First- und Second-Tier-Lieferanten in diesen Ländern geschult und beraten. Die Unternehmen, darunter Hersteller von Verpackungen sowie von Kunststoff- und Blechteilen, konnten sich über Managementsysteme, Arbeitsschutz und Sicherheit sowie umweltfreundliche Verfahren informieren.


Mit den richtigen „Werkzeugen“ ausgestattet konnten diese Unternehmen neue Zusammenhänge zwischen den allgemeinen Geschäftszielen und der sozialen Verantwortung des Unternehmens herstellen. CESR wurde von der Europäischen Kommission gefördert. Vor-Ort-Assessments und Gespräche mit Führungskräften und Arbeitern spielten eine wichtige Rolle. Ein weiteres wertvolles Element war ein Forum, in dem sich die verschiedenen Lieferanten über Best Practices austauschen und einander bei der Lösung von Problemen unterstützen konnten.

Ein Fazit des Berichts lautet, dass kleine und mittlere Lieferanten anders an Managementsysteme herangehen müssen als Großunternehmen. In vielen Fällen ist es bei kleinen und mittleren Lieferanten angesichts der Unternehmensgröße nicht erforderlich, alle Verfahren eines standardmäßigen Managementsystems zu implementieren. Vielmehr brauchen solche Unternehmen ein Managementsystem, das den Mitarbeitern in allen Abteilungen die Funktion und Bedeutung von Standards nahe bringt.

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis ist, dass Beschaffungsketten-Initiativen sich sowohl bei kleinen als auch bei großen Unternehmen positiv im Gesamtergebnis niederschlagen. „Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen Unternehmen mit soliden ethischen Grundsätzen und guten Unternehmensergebnissen“, erläutert Carsten Ingerslev, Leiter des Danish Centre for Corporate and Social Responsibility (einer Abteilung der Danish Commerce and Companies Agency). „Durch dieses Projekt haben wir eindeutig zeigen können, was zu tun ist, um wirksame Sozial- und Umweltstandards in der Beschaffungskette zu fördern.“

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