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Fokussierte Forschung: Umstrukturierung der HP Labs

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Image of HP Labs building Von Jamie Beckett, März 2008
 

Übersicht


  1. » Weniger Projekte, konzentriertere Ressourcen
  2. » Hauptforschungsbereiche
  3. » Unverzichtbare Zusammenarbeit
  4. » Schnellerer Technologietransfer

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Die HP Labs bestehen seit 42 Jahren. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht wie ein Start-up-Unternehmen betrieben werden können.

 

Nach Monaten strategischer Planung und einer weit reichenden Umstrukturierung ist die Forschungseinrichtung künftig verstärkt auf unternehmerisches Denken und fokussierter ausgerichtet. Das Ziel: Das Bewältigen hochkomplexer technologischer Probleme und eine wegweisende Grundlagenforschung.

 

„Wir verfolgen Forschungsprojekte, die die Messlatte beim Stand der Technik wirklich höher legen“, sagt Direktor Prith Banerjee.

Weniger Projekte, konzentriertere Ressourcen

Banerjee, der im August 2007 die Leitung übernahm, ist der Ansicht, dass die neu organisierten HP Labs in vielen Bereichen eine noch effektivere Forschung betreiben, mehr Technologien in erfolgreiche Geschäftsideen umsetzen und unter anderem mit Universitäten, Risikokapitalgebern und Kunden zusammenarbeiten können, um die Arbeitsbereiche seiner 600 Forscher auszudehnen.

 

Das Labor verlagert seine Ressourcen von etwa 150 kleineren Projekten auf weniger, größere Projekte, die darauf abzielen, dringende Kundenprobleme zu lösen oder neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.

Hauptforschungsbereiche

Die HP Labs werden sich auf folgende zentrale Herausforderungen und Geschäftsmöglichkeiten der Kunden konzentrieren:

Sustainability
Information Explosion
Dynamic Cloud Services
Content Transformation 
Intelligent Infrastructure 

„Ich wünsche mir, dass die Forscher sich in die Lage versetzt fühlen, mutige neue Initiativen vorzuschlagen, und möchte die Risikobereitschaft fördern“, sagt Banerjee. 

Die von den Forschern unterbreiteten Vorschläge werden von Gremien überprüft werden, die sich aus Laborleitern, technischen Beratern und Vertretern der verschiedenen Geschäftsbereiche von HP zusammensetzen.

 

Die HP Labs werden einen Teil des vorhandenen Forschungsportfolios der angewandten Forschung (das in bestimmten Anwendungsbereichen gebunden ist) verlagern, um die Investitionen gleichmäßig auf Grundlagenforschung, angewandte Forschung und erweiterte Produktentwicklung (die auf die Verbesserung vorhandener Produkte abzielt) zu verteilen.

 

Um diese Start-up-Stimmung weiter zu fördern, haben HP Labs ihre Struktur optimiert und die Mitarbeiter in kleinere, flexiblere und zielorientiertere Teams in 23 Foschungsfelder statt bisher 12 umorganisiert. Die Forschung wird dadurch auf weltweit sieben Standorte verteilt.

Unverzichtbare Zusammenarbeit

Ein zentraler Aspekt der neuen Strategie ist der Aufbau des Open Innovation Office, um die Zusammenarbeit bei der Forschung mit führenden Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern in staatlichen Einrichtungen, Akademien und aus der Wirtschaft auf der ganzen Welt zu fördern.

 

HP Labs werden einen Aufruf mit der Bitte um Vorschläge an alle Universitäten weltweit starten, in dem diese zur Teilnahme an gemeinsamen Forschungsprojekten mit führenden Wissenschaftlern der HP Labs eingeladen werden. Einige der Studenten im Aufbaustudium, die bei diesen gemeinsamen Forschungsprojekten mitarbeiten, werden mit Praxissemestern bei HP belohnt.

 

Gleichzeitig wird die Gesamtanzahl an Praktika, die jährlich angeboten werden, erhöht.

 

Banerjee plant nach eigenen Aussagen, die „besten und brillantesten“ Praktikanten für eine Festanstellung zu rekrutieren, wobei der Schwerpunkt auf Kandidaten liegt, die sich durch ihren „Unternehmergeist“ auszeichnen.

Schnellerer Technologietransfer

Letztendlich besteht das Ziel darin, die Forschung in Geschäftsideen für HP umzusetzen, aber auch darin, geistiges Eigentum zu lizenzieren oder sogar mit risikofreudigen Kapitalgebern zusammenzuarbeiten, um die Forschung in neue Firmen auszugliedern. Obwohl bereits viel Technologietransfer von HP Labs stattfindet, zielt die neue Strategie darauf ab, diesen Prozess weiter zu beschleunigen und zu vereinfachen.

 

Dies geschieht unter anderem über das neue HP IdeaLab – eine Website, auf der Benutzer die Möglichkeit erhalten, zukünftige Technologien auszuprobieren und sogar mitzugestalten.

 

HP Labs ruft außerdem das Technology Transfer Office ins Leben, dessen Aufgabe darin besteht, die Umsetzung von Forschungsergebnissen in Produkte und Dienstleistungen zu beschleunigen. Im Rahmen dieser Neuerungen etablieren sie ein spezielles Programm für Riskiokapitageber mit starkem Unternehmergeist, damit diese zu einem frühen Zeitpunkt auf die Ergebnisse der HP Labs-Forschung zugreifen können. Das Programm soll HP auch einen Einblick in aufkommende Markttrends und geschäftliche Möglichkeiten verschaffen.

 

„Die Umgestaltung der HP Labs bedeutet eine Änderung in Sachen Ideenfindung und Vorgehensweisen in der Forschung sowie bei der Art und Weise, in der sich Forschungsprojekte vom Labor bis zur Markteinführung fortentwickeln“, sagt Banerjee.

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